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Viel investiert, um junge Leute in die Rhön zu locken

Mehr als 125 000 Euro hat der 24-jährige Michael Heidinger aus Bernshausen schon in die Sanierung der ehemaligen Jugendherberge im Ort investiert. Zusammen mit dem Kauf des Grundstücks und der Immobilie kommt so ein beträchtliches Risiko zusammen, das der Gastronom mit internationaler Erfahrung auf seine Schultern lädt.

Die ehemalige Jugendherberge, die zum Ende der DDR ein Ableger von „Jugendtourist“ war, ist vielen Leuten aus der Region ein Begriff. Viele Einwohner haben hier als Kind ein paar Tage verbracht – während einer Klassenfahrt oder in den Ferienspielen. Schon immer hat die Jugendherberge zum Dorf gehört. In Zukunft wird sie unter dem Namen Jugend-Freizeithotel „Rhön Feeling“ rangieren.

Anfang der 80er-Jahre war der damals neue Komplex zusätzlich zu den bereits bestehenden Unterkünften eröffnet worden. Das Haus hatte mehrere Zimmer, eine Kegelbahn und einen Saal beherbergt. Wöchentlich gab es Diskos und andere Veranstaltungen für junge Leute. Nach der Wende wurde das Objekt privatisiert und vom ehemaligen Heimleiter übernommen. Doch 2001 kam der unausweichliche Konkurs. Bis dahin, sagt der heutige Besitzer Michael Heidinger, war im Jugendtourist-Hotel die Zeit stehen geblieben. „Die ganze Einrichtung hatte sich nicht verändert. Alles war auf dem Stand wie bei der Eröffnung von 1980.“

Das gesamte Gebäude, sagt er, war heruntergekommen. Unzählige Fuhren Müll und Sperrmüll hatte Michael Heidinger entsorgt. „Eigentlich haben wir alles entkernt. Gebrauchen konnten wir so gut wie gar nichts mehr“, berichtet Michael Heidinger. Lediglich die Kegelbahn war noch in recht gutem Zustand. Ansonsten trat der Pfusch aus DDR-Zeiten an allen Stellen zu Tage. Auch die alten Möbel mussten größtenteils raus.

Zunächst ließ der neue Besitzer den Außenputz sanieren. Dann folgten als Schwerpunkte die Kegelbahn und die Gaststätte. Über 125 000 Euro hat der 24-Jährige so in das Objekt investiert. Auch eine neue Hackschnitzel-Holzheizung wurde eingebaut. „Meine Familie hat mir stets zur Seite gestanden“, sagt Michael Heidinger. Er ist Sohn einer Bernshäuser Gastronomenfamilie, die bereits in sechster Generation das Landhotel „Zur Grünen Kutte“ bewirtschaftet. Da ist es klar, dass sich Eltern und Sohn helfen und ergänzen, wo sie nur können. Zunächst wird Michael Heidinger rund 40 Betten im neuen Jugend-Freizeithotel „Rhön Feeling“ anbieten. Nach der endgültigen Sanierung sollen es bis zu 60 sein. Wenn in der Zwischenzeit größere Reisegruppen in Bernshausen ankommen, können sie bequem im Landhotel Unterschlupf finden, falls die Kapazität im „Rhön Feeling“ erschöpft ist. An Ostern wird das Jugend-Freizeithotel mit herrlicher Aussicht auf die Rhön und Vorderrhön seine Pforten öffnen. Vierbettzimmer, Dreibettzimmer und Doppelzimmer stehen zur Verfügung. Die Ausstattung entspricht der im Landhotel „Zur Grünen Kutte“.

Zum Jugend-Freizeithotel gehört ein 8000-Quadratmeter-Gartengrundstück, unter anderem mit Volleyballplatz. Außerdem können Jugendgruppen im Haus Kegeln, Billiard, Darts oder Tischtennis spielen. Der Saal bietet für 120 Personen Platz, außerdem steht ein Gesellschaftsraum für 50 bis 60 Personen zur Verfügung. Wer möchte, kann die Sauna im wenige Meter entfernten Landhotel mit nutzen.

Michael Heidinger hat Koch gelernt und arbeitete danach in mehreren Fünf-Sterne-Hotels im Ausland, darunter dreieinhalb Jahre in der Schweiz und anschließend in Irland. Er spricht fließend Englisch und Französisch und hat die Gastronomie „von der Pike auf gelernt“. „Ich stehe mit Leib und Seele hinter meinem Vorhaben“, sagt er. Die Gastronomie, sagt er, sei für ihn keine Arbeit im üblichen Sinne, „sondern der Lebensinhalt schlechthin“. Im Ausland konnte er viele Erfahrungen sammeln, die ihm heute zugute kommen. Irgendwann, als er noch in Irland war und eigentlich kurze Zeit später die Hotelfachschule in Leipzig besuchen wollte, hatte ihn seine Mutter Gundi angerufen. „Sie hat mich gefragt, ob ich nicht das ehemalige Jugendtourist-Hotel kaufen möchte. Ich habe nicht lange überlegt und Ja gesagt, obwohl ich eigentlich mal in das Hotel-Management einsteigen wollte“, erklärt Michael Heidinger. Heute ist er fast froh, dass das mit Leipzig nichts geworden ist und er wieder zu Hause ist. Seine Freundin will nach ihrem Studienabschluss bei ihm einsteigen und ihm helfen, das Jugend-Freizeithotel „Rhön Feeling“ zum Erfolg zu führen.

„Es war schon immer mein Traum, ein eigenes Hotel aufzumachen“, sagt Michael Heidinger. Letztlich bestärkte ihn in diesem Wunsch die Tatsache, dass seine Familie nach vielen Jahrzehnten immer noch mit dem heutigen Landhotel „Zur Grünen Kutte&blquo; erfolgreich ist. Außerdem hat er stets die Herausforderung gesucht – „sonst wäre ich nicht ganz allein in die Schweiz oder nach Irland gegangen“.

Schulklassen und Jugendgruppen werden die Hauptnutzer des „Rhön Feeling“ in Bernshausen sein. „Mit dem Schullandheim in Fischbach fehlt dem Wartburgkreis ein wichtiges Objekt bei der Betreuung von Jugendlichen. Wir bieten dazu jetzt die Alternative an“, sagt der junge Gastronom. Die Ausstattung des Jugend-Freizeithotels ist sehr modern – nicht rustikal wie in einem klassischen Hotel in einem kleinen Ort. Schließlich soll es junge Gäste anziehen. Der Tresen-Bereich wird in Form einer Cocktailbar gestaltet. Im Saal soll es Tanzveranstaltungen geben, und die Kegelbahn wird schon jetzt rege genutzt. Zu Ostern und zu Pfingsten ist das Jugend-Freizeithotel „Rhön Feeling“ bereits ausgebucht. Eine offizielle Einweihungsparty ist Ende April, Anfang Mai vorgesehen. Auch an Silvester ist eine große Feier geplant.

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